Die Feind haben mich oft gedrängt, SWV 234 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2020-07-10)  CPDL #59652: 
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 1 page, 57 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 1 page, 61 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2020-07-10).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling.
  • (Posted 2017-10-02)  CPDL #46554:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-02).   Score information: A4, 1 page, 34 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP.

General Information

Title: Die Feind haben mich oft gedrängt, SWV 234
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 129
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 129
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 134
Description: Psalm 129 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 129.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Die Feind haben mich oft gedrängt,
Sagt Israel mit Klagen,
Sie haben mich oft sehr gekränkt,
Her von mein jungen Tagen,
Gottlob, dass ich bin blieben noch,
Sie haben mich nicht übermocht,
Weil Gott mir beigestanden.

2  Sie taten mir an großen Drang,
Hab oft musst niederbücken,
Es zogen manche Furche lang
Die Pflüger auf meim Rücken,
Gott ist gerecht, der hat in Eil
Gehauen ab die Strick und Seil
Der losen Ackerleute.

3  Ach dass zuletzt die gottlos Rott
Schändlich zurück müsst kehren
Und würden all zu Schand und Spott,
Die mir mein Leid vermehren!
Die Zion sind im Herzen gram,
Die komm hinwieder Herzleid an,
Dass sie vor Leid verschmachten.

4  Ach dass sie würden gar veracht
Gleichwie Gras auf dem Dache,
Welchs, eh man´s ausräuft, ist verschmacht,
Man kann´s zu Nutz nicht machen,
Dem Schnitter füllt´s nicht seine Hand,
Der auf dem Felde Garben band,
Kein Arm voll davon sammlet.

5  Der Segen von Gott, unserm Herrn,
Den die Gerechten erben,
Sei von mein'n Feinden weit und fern,
Fluch sie treff und Verderben,
Kein Mensch soll wünschen nimmermehr
Den bösen Leuten Guts und Ehr
Im Namen unsers Herren.

German.png German text

Original spelling:
1  Die Feind haben mich offt gedrängt/
Sagt Iſrael mit Klagen/
Sie haben mich offt ſehr gekränkt/
Her von mein jungen Tagen/
Gottlob/ daß ich bin blieben noch/
Sie haben mich nicht übermocht/
Weil Gott mir beygeſtanden.

2  Sie thaten mir an groſſen Drang/
Hab offt muſt niederbücken/
Es zogen manche Furche lang
Die Pflüger auff meim Rücken/
Gott iſt gerecht/ der hat in Eil
Gehawen ab die Strick und Seil
Der loſen Ackerleute.

3  Ach daß zuletzt die gottlos Rott
Schendlich zurück müſt kehren
Und würden all zu Schand und Spott/
Die mir mein Leid vermehren!
Die Zion ſind im Hertzen gram/
Die kom hinwieder Hertzleid an/
Daß ſie für Leid verſchmachten.

4  Ach daß ſie würden gar veracht
Gleichwie Graß auff dem Dache/
Welchs/ eh mans auſräufft/ iſt verſchmacht/
Man kans zu Nutz nicht machen/
Dem Schnitter fülts nicht ſeine Hand/
Der auff dem Felde Garben band/
Kein Arm voll davon ſamlet.

5  Der Segen von Gott/ unſerm HErrn/
Den die Gerechten erben/
Sey von meinn Feinden weit und fern/
Fluch ſie treff und Verderben/
Kein Menſch ſol wünſchen nimmermehr
Den böſen Leuten Guts und Ehr
Im Namen unſers HErren.