Hör mein Gebet und lass zu dir, SWV 200 (Heinrich Schütz)

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  • (Posted 2017-09-20)   CPDL #46412:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-09-20).   Score information: A4, 1 page, 36 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Hör mein Gebet und lass zu dir, SWV 200
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 102
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 102
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 102
Description: Psalm 102 from the Becker Psalter.

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Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 102.

German.png German text

1  Hör mein Gebet und laß zu dir,
ach Herr Gott, kommen mein Geschrei,
verbirg dein Antlitz nicht von mir,
in Not dein Ohren zu mir neig,
wenn ich anruf, bald mich erhör,
denn meine Tag vergangen sind,
gleichwie die Luft den Rauch verzehrt,
das Feur deins Zorns hat mich entzünd't.

3  Gleichwie ein Käuzlein schreit des Nachts,
das in zerstörten Städten wohnt,
also mein Herz ist immer wach,
kein Schlaf in meine Augen kommt,
gleichwie ein Vogel auf dem Dach
ganz traurig sitzt in Einsamkeit,
also muß ich täglich in Schmach
zubringen mein betrübte Zeit.

7  Herr, laß erscheinen deine Ehr,
und nimm doch die Verlassnen auf,
zu ihrer Bitt in Gnad dich kehr,
verschmäh nicht der Elenden Hauf,
daß man predig künftiger Zeit
denen, die dein Volk worden sein,
wie groß sei dein Barmherzigkeit,
und all Welt lob den Namen dein.

 

10  Für und für währen deine Jahr,
du hast vorhin die Erd gegründ't,
die Himmel und der Sternen Schar
allsamt dein'r Hände Werke sind.
Sie all vergehn, allein du bleibst,
machst sie zunicht durch deine Hand,
gleichwie zuletzt ein Kleid zerreißt,
oder veraltet ein Gewand.

11  Du aber bleibest immerdar,
wie du gewest von Anfang her,
kein Ende nehmen deine Jahr,
ewig besteht dein Ruhm und Ehr,
die Kinder auch der Knechte dein,
die im Glauben gehorchen dir,
ihr Same wird vor dir gedeih'n,
sie werden bleiben für und für.