Herr, mein Gott, wenn ich ruf zu dir, SWV 246 (Heinrich Schütz)

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1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 61 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 66 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2019-11-17).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling. MusicXML source file is in compressed .mxl format.
  • (Posted 2017-10-06)   CPDL #46616:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-06).   Score information: A4, 1 page, 34 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Herr, mein Gott, wenn ich ruf zu dir, SWV 246
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 141
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 141
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 145
Description: Psalm 141 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 141.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Herr, mein Gott, wenn ich ruf zu dir,
Vernimm meins Flehens Stimme,
Ich ruf dich an, eil her zu mir,
Herr, lass mich Gnade finden,
Ich heb mein Händ auf mit Begier,
Mein Gbet vor dir muss taugen
Und wohl riechen,
Als hättest du von mir
ein Abendopfer krieget.

2  Herr Gott, behüte meinen Mund,
Mein Lippen auch bewahre,
Wend ab, mein Herz zu aller Stund,
Dass mir nichts Bös entfahre,
Dass ich ja nicht mein Leben führ
Nach der Gottlosen Weise,
Ihre Speise
Keinswegs begehr ich mir,
Hüt mich davor mit Fleiße.

3  Wenn mich schlägt ein gerechter Mann,
Straft mich freundlich in Zeiten,
Will ich mir`s baß gefallen lan
Als Balsam auf meim Haupte,
Ich fleh vor deinem Angesicht,
Wollst, Herr, mich nicht verlassen,
Du kannst maßen,
Dass nicht bewältgen mich
Die Feinde, die mich hassen.

4  Alle, die führen falsche Lahr,
Zu Boden stürz ohn Gnade,
Auf dass sich endlich finde wahr,
Was ich gelehret habe,
Unsre Gebein zersplittert seind
Und jämmerlich zerschlagen,
Ich wehklage
Über den Grimm der Feind,
Die uns so grausam plagen.

5  Auf dich mein Augen sind gericht,
Zu dir steht mein Vertrauen,
Herr, Herr, verstoß mein Seele nicht,
Auf mich in Gnaden schaue,
Bewahr mich vor dem falschen Strick,
Den mir die Feinde stellen,
Mich zu fällen,
Wend ab all böse Tück
Der schädlichen Gesellen.

6  Die gottlos Rott in ihrem Netz
Muss selbst werden gefangen
Im Fallstrick, den sie mir gesetzt,
Ihr Fuß muss bleiben hangen,
Ich werd frei ledig rühmen noch
Mit fröhlichem Gemüte
Deine Güte
Und dich, Herr, preisen hoch,
Dass du mich wohl behütest.

German.png German text

Original spelling:
1  HErr mein Gott wenn ich ruff zu dir/
Vernim meins Flehens Stimme/
Ich ruff dich an eyl her zu mir/
HErr laß mich Gnade finden/
Ich heb mein Händ auff mit Begier/
Mein Gbet für dir muß tügen
Und wohl riechen/
Als hetteſtu von mir/
ein Abendopffer krieget.

2  HErr Gott behüte meinen Mund/
Mein Lippen auch beware/
Wend ab mein Hertz zu aller Stund/
Daß mir nichts Böß entfahre/
Daß ich ja nicht mein Leben führ
Nach der Gottloſen Weiſe/
Ihre Speiſe
Keinswegs begehr ich mir/
Hüt mich dafür mit Fleiſſe.

3  Wenn mich ſchlegt ein gerechter Man/
Strafft mich freundlich in Zeiten/
Wil ich mirs baß gefallen lan
Als Balſam auff meim Häupte/
Ich fleh für deinem Angeſicht/
Wolſt HErr mich nicht verlaſſen/
Du kannſt maſſen/
Daß nicht beweltign mich
Die Feinde/ die mich haſſen.

4  Alle/ die führen falſche Lahr/
Zu Boden ſtürtz ohn Gnade/
Auff daß ſich endlich finde wahr/
Was ich gelehret habe/
Unſre Gebein zerſplittert ſeynd
Und jämmerlich zerſchlagen/
Ich wehklage
Uber den Grimm der Feind/
Die uns ſo grawſam plagen.

5  Auff dich mein Augen ſind gericht/
Zu dir ſteht mein Vertrawen/
HErr/ HErr verſtoß mein Seele nicht/
Auff mich in Gnaden ſchawe/
Bewahr mich für dem falſchen Strick/
Den mir die Feinde ſtellen/
Mich zu fellen/
Wend ab all böſe Tück
Der ſchedlichen Geſellen.

6  Die gottloß Rott in ihrem Netz
Mus ſelbſt werden gefangen/
Im Fallſtrick/ den ſie mir geſetzt/
Ihr Fuß muß bleiben hangen/
Ich werd frey ledig rühmen noch
Mit fröhlichem Gemüthe
Deine Güte/
Und dich/ HERR/ preiſen hoch/
Daß du mich wohl behüteſt.