Wie nun ihr Herren, SWV 155 (Heinrich Schütz)

From ChoralWiki
Jump to: navigation, search

Music files

L E G E N D Disclaimer How to download
ICON SOURCE
Icon_pdf.gif Pdf
Icon_snd.gif Midi
MusicXML.png MusicXML
Logo_capella-software_kurz_2011_16x16.png Capella
Icon_ly.gif LilyPond
Network.png Web Page
File details.gif File details
Question.gif Help
Original pitch:
1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 1 page, 57 kB   
1661 Version: (MS (OS)       Score information: A4, 1 page, 63 kB   
Transposed down a fourth:
1628 Version: (MS) (OS)   Score information: A4, 1 page, 65 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2019-06-09).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling. MusicXML source file is in compressed .mxl format.
  • (Posted 2017-08-28)   CPDL #46104:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-08-28).   Score information: A4, 1 page, 32 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. Verses 1 & 2. MusicXML source file is in compressed .mxl format.
  • CPDL #24782:        Network.png
Editor: DFC Dresden (submitted 2011-10-23).   Score information: A4, 1 page   Copyright: CC BY SA
Edition notes: First 3 verses.

General Information

Title: Wie nun ihr Herren (Psalm 58), SWV 155
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 58.
  2nd published: 1957 by Walter Blankenburg in Neue Schütz-Ausgabe, Vol. 6.

Description: Psalm 58 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

German.png German text

Modernized spelling:
1  Wie nun, ihr Herren, seid ihr stumm,
Dass ihr kein Recht könnt sprechen?
Was gleich und grad, das macht ihr krumm,
Helft niemand zu seim Rechten,
Mutwillig übt ihr Gwalt im Land,
Nur Frevel geht durch eure Hand,
Was will zuletzt draus werden?

2  Von Mutterleib die böse Art,
Gottlos und ganz verkehret,
Treibt Büberei zu jeder Fahrt,
Mit Lügen sie sich nähret,
Unrichtig gehn sie ihren Gang
Und stechen um sich wie ein Schlang,
Giftig mit großem Wüten.

3  Gleichwie die Otter stopfet zu
Das Ohr für dem Beschwerer,
Damit er ihr kein Schaden tu,
Wenn sie sein Stimm sollt hören,
So tun die giftign bösen Würm,
Wenn Gott sagt: nehmt das Recht in Schirm,
So habn sie keine Ohren.


 

4  Schlag sie aufs Maul, zerbrich ihr Zähn,
Ihr Backenzähn zerstoße,
Lass ihre Macht schmählich zergehn,
Wie Wasser ausgegossen,
Greif drein, Herr, ihre Pfeil zerbrich,
Die sie gerichtet habn auf mich,
Mein Seele zu verderben.

5  Für Angst ihr Seel verschmachtet furt,
Gleichwie die Schneck im Sommer,
Gleichwie ein unzeitig Geburt,
Die ans Taglicht nicht kommet,
Ihr Dornen werden reifen nicht,
Weil in der Blüt dein Zorn und Gricht
Sie frisch hinweg wird reißen.

6  Der Grechte solchs wird schauen an
Mit fröhlichem Gemüte,
Wenn durch Gotts Rache baden kann,
Sein Fuß in ihrem Blute,
Denn wird es rühmen jedermann,
Wer Gott vertraut hat wohlgetan,
Gott ist noch Richter auf Erden.

German.png German text

Original spelling:
1  Wie nun ihr Herren seyd ihr stum/
Daß ihr kein Recht künnt sprechen?
Was gleich und grad/ das macht ihr krum/
Helfft niemand zu seim Rechten/
Mutwillig übt ihr Gwalt im Land/
Nur Frevel geht durch eure Hand/
Was will zuletzt drauß werden?

2  Von Mutterleib die böse Art
Gottlos und ganz verkehret
Treibt Büberey zu jeder Fart/
Mit Lügen sie sich nehret/
Unrichtig gehn sie ihren Gang
Und stechen umb sich wie ein Schlang/
Gifftig mit großem Wüten.

3  Gleichwie die Otter stopffet zu
Das Ohr für dem Beschwerer/
Damit er ihr kein Schaden thu/
Wenn sie sein Stimm solt hören/
So thun die giftign bösen Würm/
Wenn GOTT sagt/ nembt das Recht in Schirm/
So habn sie keine Ohren.


 

4  Schlag sie auffs Maul/ zerbrich ihr Zeen/
Ihr Backenzeen zerstosse/
Laß ihre Macht schmählich zergehn
Wie Wasser ausgegossen/
Greiff drein HErr/ ihre Pfeil zerbrich/
Die sie gerichtet habn auf mich/
Mein Seele zu verderben.

5  Für Angst ihr Seel verschmachtet furt/
Gleichwie die Schneck im Sommer/
Gleichwie ein unzeitig Geburt
Die ans Taglicht nicht kommet/
Ihr Dornen werden reiffen nicht/
Weil in der Blüt dein Zorn und Gricht/
Sie frisch hinweg wird reißen.

6  Der Grechte solchs wird schawen an/
Mit fröhlichem Gemüthe/
Wenn durch Gotts Rache baden kan/
Sein Fuß in ihrem Blute/
Denn wird es rühmen jedermann/
Wer Gott vertrawt hat wohlgethan/
Gott ist noch Richter auff Erden.

German.png German text

Verses provided in #24782, which are not part of Cornelius Becker's Psalm 58:
2  Ihr ungerechten Herren wißt,
daß ihr der Armen Dulden
doch einmal bitter büßen müßt
als euer eigen Schulden.
Der bösen Taten Klagemund
wird euch in eures Herzensgrund
ein bitter Urteil sprechen.

3  All Erdenrund ist voll Geschrei,
verletzt sind Recht und Sitten,
ihr armen Menschen kommt herbei,
ists nicht genug gelitten?
Wir brauchen aller Seel und Kraft,
daß nach viel böser Leidenschaft
ein neu Geschlecht erwache.