Zu Lob und Ehr mit Freuden singt, SWV 252 (Heinrich Schütz)

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1628 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 67 kB   
1661 Version: (MS) (OS)       Score information: A4, 2 pages, 70 kB   
Editor: Gerd Eichler (submitted 2019-11-30).   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from original prints. Continuous barlines are in the original score. Original Note values retained, clefs modernized. MS = modernized spelling, OS = original spelling. MusicXML source file is in compressed .mxl format.
  • (Posted 2017-10-07)   CPDL #46654:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-10-07).   Score information: A4, 1 page, 40 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Zu Lob und Ehr mit Freuden singt, SWV 252
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 147
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 147
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 151
Description: Psalm 147 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 147.

German.png German text

Modernized spelling:
1  1. Zu Lob und Ehr mit Freuden singt
Unserm Gott hoch erhoben,
Denn es ist gar ein köstlich Ding,
Gott, unsern Herren, loben,
Das Lob ist sehr lieblich und schön,
Das geben wird seim Namen,
Der Herre baut Jerusalem,
Bringt wiederum zusammen,
Die vor ins Elend kamen.

2  Gott hilft, da niemand helfen kunnt,
Er heilt zerbrochne Herzen,
Verbindet alls und macht gesund,
Er lindert alle Schmerzen,
Mit Namen er die Sternen nennt
Und ihr ganz Heer ausführet,
Groß ist sein Kraft an allem End,
Kein Mensch hat´s ausstudieret,
Wie unser Gott regieret.

3  Der Herr sein hilfreich Hand darbeut
Elenden und Betrübten,
Er stößt zu Boden, schändt die Leut,
Die nichts denn Frevel üben,
Drum lasst uns unserm Gott zu Preis
Eins um das ander singen,
Singt eine geistlich Tageweis,
Lasst Harfenspiel drein klingen,
Unserm Gott muss gelingen.

4  Den Himmel er mit Wolken deckt
Und gibt Regen auf Erden,
Laub und Gras sich gar lustig streckt,
Berg und Tal fruchtbar werden,
Allem Vieh er sein Futter gibt,
Ja auch den jungen Raben,
Wenn sie verlassen, ganz betrübt,
Zu ihm ihr Zuflucht haben
Und leben seiner Gnade.

5  Des Rosses Stärk, des Mannes Kraft
Unserm Gott nicht gefallen,
Ihr große Macht wenig Nutz schafft,
Wenn Gott nicht ist bei allen,
An denen hat er Lust und Freud,
Die in Gottesfurcht reine
Auf ihn hoffen zu jeder Zeit,
Verlassen sich alleine
Auf seine Güt gemeine.


 

6  Jerusalem, du werte Stadt,
Sollt Gott den Herren preisen,
Zion, da er sein Wohnung hat,
Soll halten solche Weise,
Der Herr macht feste ihre Tor,
Kein Feind kann sie gewinnen,
Er scheubt selbst starke Riegel vor,
Neigt zu ihr Herz und Sinne,
Segnet die Kinder drinnen.

7  Die Stadt, das Land der Herr verwahrt,
Gibt deinen Grenzen Friede,
Mit Weizen von der besten Art
Sättigt er dich mit Liebe,
Er sendet aus sein heiligs Wort,
Lässt´s predigen auf Erden,
Es läuft schnell und rückt immer fort,
Dass Gottes Nam kund werde,
Viel Leute zu bekehren.

8  Vom Himmel es wie Wollen schneit,
Schloßen falln wie die Bissen,
Wie Aschen er den Reifen streut,
Vor Frost wir sterben müssen,
Wenn Gott nicht bräch des Winters Macht,
Ließ andre Winde wehen,
Dadurch wird linder Wetter bracht,
Das Eis das muss zergehen,
Kann nicht die Läng bestehen.

9  Sein liebes Wort zeigt unser Gott
Jakob, seim treuen Knechte,
Israel hat Gottes Gebot,
All sein Sitten und Rechte,
So hat Gott keinem Volk getan,
Als wir bekennen müssen,
Er hat die Heiden sitzen lan,
Dass sie sein Recht nicht wissen,
Uns tut er freundlich grüßen.

German.png German text

Original spelling:
1  Zu Lob und Ehr mit Frewden ſingt
Unſerm Gott hoch erhoben/
Denn es iſt gar ein köſtlich Ding/
Gott/ unſern HErren/ loben/
Das Lob iſt ſehr lieblich und ſchön/
Das geben wird ſeim Namen/
Der HErre bawt Jeruſalem/
Bringt wiederumb zuſammen/
Die vor ins Elend kamen.

2  Gott hilfft/ da niemand helffen kunnt/
Er heilt zerbrochne Hertzen/
Verbindet alls/ und macht geſund/
Er lindert alle Schmertzen/
Mit Namen er die Sternen nent
Und ihr gantz Heer auſführet/
Groß iſt ſein Krafft an allem End/
Kein Menſch hats ausſtudieret/
Wie unſer Gott regieret.

3  Der HERR ſein hülffreich Hand darbeut
Elenden und Betrübten/
Er ſtöſt zu Boden/ ſchend die Leut/
Die nichts denn Frevel uben/
Drumb laſt uns unſerm Gott zu Preiß
Eins umb das ander ſingen/
Singt eine geiſtlich Tageweiß/
Laſt Harffenspiel drein klingen/
Unſerm Gott müß gelingen.

4  Den Himmel er mit Wolcken deckt
Und gibt Regen auff Erden/
Laub und Graß ſich gar luſtig ſtreckt/
Berg und Thal fruchtbar werden/
Allem Vieh Er ſein Futter gibt/
Ja auch den jungen Raben/
Wenn ſie verlaſſen/ ganz betrübt/
Zu ihm ihr Zuflucht haben
Und leben ſeiner Gnade.

5  Des Roſſes Stärck/ des Mannes Krafft
Unſerm Gott nicht gefallen/
Ihr groſſe Macht wenig Nutz ſchafft/
Wenn Gott nicht iſt bey allen/
An denen hat er Luſt und Frewd/
Die in Gottesfurcht reine
Auff ihn hoffen zu jeder Zeit/
Verlaſſen ſich alleine
Auff ſeine Güt gemeine.


 

6  Jeruſalem du werthe Stadt/
Solt Gott den HErren preiſen/
Zion/ da er ſein Wohnung hat/
Soll halten ſolche Weiſe/
Der HERR macht feſte ihre Thor/
Kein Feind kan ſie gewinnen/
Er ſcheubt ſelbſt ſtarcke Riegel vor/
Neigt zu ihr Hertz und Sinne/
Segnet die Kinder drinnen.

7  Die Stadt/ das Land der HERR verwahrt/
Gibt deinen Grentzen Friede/
Mit Weitzen von der beſten Art
Settigt er dich mit Liebe/
Er ſendet aus ſein heiligs Wort/
Leſts predigen auff Erden/
Es leufft ſchnell und rückt immer fort/
Daß Gottes Nam kund werde/
Viel Leute zu bekehren.

8  Vom Himmel es wie Wollen ſchneit/
Schloſſen falln wie die Biſſen/
Wie Aſchen er den Reifen ſtrewt/
Für Froſt wir ſterben müſſen/
Wenn Gott nicht brech des Winters Macht/
Ließ andre Winde wehen/
Dadurch wird linder Wetter bracht/
Das Eiß das muß zergehen/
Kan nicht die Leng beſtehen.

9  Sein liebes Wort zeigt unſer Gott
Jacob/ ſeim trewen Knechte/
Iſrael hat Gottes Gebot/
All ſein Sitten und Rechte/
So hat Gott keinem Volck gethan/
Als wir bekennen müſſen/
Er hat die Heyden ſitzen lan/
Daß ſie ſein Recht nicht wiſſen/
Uns thut er freundlich grüßen.