Difference between revisions of "Ach Herr mein Gott, straf mich doch nicht, SWV 102 (Heinrich Schütz)"

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{{Vs|1}} Ach Herr, mein Gott, straf mich doch nicht in deinem Zorn so schwere,
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{{Vs|1}} Ach Herr mein Gott, straf mich doch nicht
dein Grimm wend ab, und väterlich in Gnad dich zu mir kehre,
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In deinem Zorn so schwere,
denn ich voll Schmerz und Trübsal bin, heil mich, mein G'bein erschrokken sind,
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Dein Grimm wend ab, und väterlich
mein Seel ist sehr be trübet.
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In Gnad dich zu mir kehre,
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Denn ich voll Schmerz und Trübsal bin,
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Heil mich, mein G'bein erschrocken sind,
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Mein Seel ist sehr betrübet.
  
{{Vs|2}} Ach Herr, wie lang, wie lang, o Gott? Sieh doch, wie ich mich quäle,
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{{Vs|2}} Ach Herr wie lang? wie lang, o Gott?
wend'dich, hilf mir aus aller Not, g'nad meiner armen Seele.
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Sieh doch wie ich mich quäle,
Verfallen ist all mein Gestalt, vor Trauern bin ich worden alt,
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Wend dich, hilf mir aus dieser Not,
groß Angst hat mich umfangen.
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Gnad meiner armen Seele,
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Im Tod man deiner nicht gedenkt,
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Und wen die Pein der Höllen kränkt,
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Wie kann er dir danksagen?
  
{{Vs|3}} Von Seufzen bin ich müd und schwach, kraftlos am Leib ganz mager/
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{{Vs|3}} Von Seufzen bin ich müd und schwach,
Ich schwemm mein Bett die ganze Nacht, netz mit Tränen mein Lager.
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Kraftlos, am Leib ganz mager,
Im Tod man deiner nicht gedenkt, und wenn die Pein der Höllen kränkt,
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Ich schwemm mein Bett die ganze Nacht,
wie kann er dir Dank sagen?
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Netz mit Tränen mein Lager,
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Verfallen ist all mein Gestalt,
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Vor Trauer bin ich worden alt,
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Groß Angst hat mich umfangen.
  
{{Vs|4}} Weicht ab von mir, zurücke kehrt, Gottlosen insgemeine,
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{{Vs|4}} Weicht ab von mir, zurücke kehrt,
denn Gott hat gnädiglich erhört mein G'bet und flehend Weinen.
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All Gottlosen in gemeine,
Mein Feinde treff das Ungefäll, daß sie zurück sich kehren schnell,
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Denn Gott hat gnädiglich erhört,
mit Schand und großem Schrecken.}}
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Mein Gbet und flehnlichs Weinen,
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Mein Feinde treff das Ungefäll,
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Dass sie zurück sich kehren schnell,
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Mit Schand und großem Schrecken.}}
 
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{{Vs|1.}} Ach Herr, mein Gott, straff mich doch nicht/ in deinem Zorn so schwere/
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{{Vs|1.}} Ach Herr, mein Gott/ ſtraff mich doch nicht/
dein Grimm wend ab/ und väterlich in Gnad dich zu mir kehre/
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In deinem Zorn ſo ſchwere/
denn ich voll Schmertz und Trübsal bin/ heyl mich, mein Gbein erschrocken sind,
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Dein Grimm wend ab/ und väterlich
mein Seel ist sehr be trübet.
+
In Gnad dich zu mir kehre/
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Denn ich voll Schmertz und Trübſal bin/
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Heyl mich, mein Gbein erſchrocken ſind,
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Mein Seel iſt ſehr be trübet.
  
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Wend dich/ hilff mir aus aller Noth/ Gnad meiner armen Seele/
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Sih doch, wie ich mich quele/
Im Tod man deiner nicht gedenckt/ und wen die Pein der Hellenkrenckt/
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Wend dich/ hilff mir aus aller Noth/
wie kann er dir danck sagen?
+
Gnad meiner armen Seele/
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Im Tod man deiner nicht gedenckt/
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Und wen die Pein der Hellenkrenckt/
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{{Vs|3.}} Von seufftzen bin ich müd und schwach/ Krafftloß am leib gantz mager/
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{{Vs|3.}} Von ſeufftzen bin ich müd und ſchwach/
Ich schwemm mein Bett die gantze nacht/ Netz mit Threnen mein Lager/
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Krafftloß am leib gantz mager/
Verfallen ist all mein Gestalt/ für trawren bin ich worden alt/
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Ich ſchwemm mein Bett die gantze nacht/
groß Angst hat mich umfangen.
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Netz mit Threnen mein Lager/
 
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Für Trawren bin ich worden alt/
denn Gott hat gnädiglich erhört/ mein Gbet und flehnlichs Weinen.
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Groß Angſt hat mich umfangen.
Mein Feinde treff das Ungefell, daß sie zurück sich kehren schnell,
 
mit Schand und grossem Schrecken.}}
 
  
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  • (Posted 2019-03-31)   CPDL #53775: 
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Editor: Gerd Eichler (submitted 2019-03-31).   Copyright: CPDL
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  • (Posted 2017-08-19)   CPDL #45960:         
Editor: James Gibb (submitted 2017-08-19).   Score information: A4, 1 page, 33 kB   Copyright: CPDL
Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Ach Herr mein Gott, straf mich doch nicht, SWV 102
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 6
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 6
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 6
Description: Psalm 6 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 6.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Ach Herr mein Gott, straf mich doch nicht
In deinem Zorn so schwere,
Dein Grimm wend ab, und väterlich
In Gnad dich zu mir kehre,
Denn ich voll Schmerz und Trübsal bin,
Heil mich, mein G'bein erschrocken sind,
Mein Seel ist sehr betrübet.

2  Ach Herr wie lang? wie lang, o Gott?
Sieh doch wie ich mich quäle,
Wend dich, hilf mir aus dieser Not,
Gnad meiner armen Seele,
Im Tod man deiner nicht gedenkt,
Und wen die Pein der Höllen kränkt,
Wie kann er dir danksagen?

3  Von Seufzen bin ich müd und schwach,
Kraftlos, am Leib ganz mager,
Ich schwemm mein Bett die ganze Nacht,
Netz mit Tränen mein Lager,
Verfallen ist all mein Gestalt,
Vor Trauer bin ich worden alt,
Groß Angst hat mich umfangen.

4  Weicht ab von mir, zurücke kehrt,
All Gottlosen in gemeine,
Denn Gott hat gnädiglich erhört,
Mein Gbet und flehnlichs Weinen,
Mein Feinde treff das Ungefäll,
Dass sie zurück sich kehren schnell,
Mit Schand und großem Schrecken.

German.png German text

Original wording and spelling:
1.  Ach Herr, mein Gott/ ſtraff mich doch nicht/
In deinem Zorn ſo ſchwere/
Dein Grimm wend ab/ und väterlich
In Gnad dich zu mir kehre/
Denn ich voll Schmertz und Trübſal bin/
Heyl mich, mein Gbein erſchrocken ſind,
Mein Seel iſt ſehr be trübet.

2.  Ach HERR, wie lang? wie lang, O Gott?
Sih doch, wie ich mich quele/
Wend dich/ hilff mir aus aller Noth/
Gnad meiner armen Seele/
Im Tod man deiner nicht gedenckt/
Und wen die Pein der Hellenkrenckt/
Eie kann er dir danck ſagen?

3.  Von ſeufftzen bin ich müd und ſchwach/
Krafftloß am leib gantz mager/
Ich ſchwemm mein Bett die gantze nacht/
Netz mit Threnen mein Lager/
Verfallen iſt all mein Geſtalt/
Für Trawren bin ich worden alt/
Groß Angſt hat mich umfangen.

4.  Weicht ab von mir/ zurücke kehrt/
All Gottloſn in gemeine,
Denn Gott hat gnädiglich erhört/
Mein Gbet und flehnlichs Weinen.
Mein Feinde treff das Ungefell,
Daß sie zurück ſich kehren ſchnell,
Mit Schand und groſſem Schrecken.