15 Offertoria, Op.3 (Johann Evangelist Schreiber)
General information
Title: 15 Offertoria, Op.3
Composer: Johann Evangelist Schreiber
Genre: Sacred
Language: Latin
Publication date and place: 1754 Klosterdruckerei St. Gallen.
Description:
ADORATIO DEI PER XV. OFFERTORIA SOLENNIA.
A 4. Vocib. Canto, Alto, Tenore, Basso. 2. Violin. Viola Obligata. 2. Clarin. seu Corn. & Tymp. ad libitum, Violoncello, & Organo.
ADORATE DOMINUM IN ATRIO SANCTO EJUS. Ps. 28.
AUTHORE R. P. JOANNE EVANG. SCHREIBER, Sac. Ord. Cisterciensis in Exempto Monasterio B. V. M. ad S. Urbanum Professo.
OPUS III. PARS PRIMA.
CUM LICENTIA SUPEROIRUM. Typis, & Sumptibus Principalis Monasterii S. GALLI, M D CC LIV.
External links
Works List
| Text Incipit | No | Season |
|---|---|---|
| Amore langueo Ah quo dilectus meus abiit | 13 | Pro Omni Tempore |
| Cor meum | 7 | Pro Festo Resurrectionis Domini |
| Destructa jacent pectora emitte tuum Spiritum | 10 | Pro Festo Pentecostes |
| Flectamus genua levate sursum corda | 5 | De Passione Domini |
| Gloria sit in excelsis Deo | 1 | Pro Festo Nativitatis Domini |
| Homo quidam fecit coenam magnam | 12 | Pro Festo Corporis Christi |
| Jubilate Deo omnis terra | 14 | Pro Omni Tempore |
| Nobis datus nobis natus est qui regit Israel | 2 | Pro Festo Nativitatis Domini |
| Nolite flere quem quaritis surrexit | 6 | Pro Festo Resurrectionis Domini |
| Quid video spectandum hic quid habeo | 3 | Pro Festo Circumcisionis Domini |
| Quo feror vivam sic mi Deus maxime | 9 | Pro Festo Pentecostes |
| Sonate jubilate hoc festum decorate | 11 | Pro Festo Ss. Trinitatis seu Pro Omni Tempore |
| Surge illuminare Jerusalem | 4 | Pro Festo Epiphaniae Domini |
| Terribilis Dei potestas | 15 | Pro Festo Dedicationis Ecclesiae |
| Vado ad eum qui me misit | 8 | Pro Festo Ascensionis Domini |
Works at CPDL
| No. | Title | Year | Genre | Subgenre | Lyricist | Vo. | Voices |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 11 | Sonate, jubilate | 1754 | Sacred | Motets | 4 | SATB |
Vorbericht der Erstausgabe
(in modernisierter Sprache)
Freilich sollte ich, ehe meinen hochgeehrten Gönnern mit einem neuen Werklein aufwarte, einem alten Versprechen vorher noch Folge leisten. Ich versprach ein Werklein Marianische-Antiphonen und ein anderes von Vesper-Psalmen; habe auch schon vor 4 Jahren dem Hrn. Verleger das erste vollständig eingesendet, er ist aber nebst Krankheiten auch von verschiedenen Geschäften gehindert worden; doch hoffe, dass es Sie selber besser zu sein gedünken wird, nicht eher andere Werke anzufangen, als bis man die angefangenen nach der Ordnung beendet.
Vor etwelchen Jahren schon hab ich ein Werklein von Arien und Duetten in Druck gegeben, demselben auch nicht lange darauf eines von 6 Messen und 2 Requien nachgeschickt; Nun fordert es die Ordnung, dass ich denen Messen auch Offertorien einschalte; besonders weil bisher deren mehr als an anderen Kirchen-Gesängen gemangelt wird. So werden mithin durch Auslieferung dieses ersten Teils meiner Offertorien die Messen wenigstens an hohen Festen ganz sein; bald werden aber auch schon andere über die Feste der Heiligen folgen, welche [sich] von diesen nur in dem unterscheiden, dass selbe durchaus kürzer sind. Will man diese sowohl als jene noch mehr abkürzen, so kann man nach Belieben die Aria oder Duetto füglich auslassen, welche daher nach dem Sanctus oder Agnus vielleicht noch gute Dienste tun können.
Damit aber auch besondere Solennitäten an diesem Werklein einige Gefälligkeit fänden, so habe ich die 2 Offertorien für die Pfingstfest mit dem Veni S. Spiritus beschlossen, dass sie sodann auch für die Primizen dienen möchten.
Das Dreizehnte Pro Omni Tempore kann, wo man Änderungen liebt, mit einem Echo aufgeführt werden: dabei müssen aber alle Instrumente auf dem bezeichneten 𝄐 Takt so lange still halten, bis nach vernünftig angebrachtem Widerhall die Singstimme mit den Instrumenten fort fahren kann; wollte man aber solches ohne Echo aufführen, so muss man das Stillhaltungs-Zeichen 𝄐 auslassen.
Die Ehre Gottes, seine tiefe Anbetung von uns und die Erbauung der Zuhörer sind die würdigen, und auch einzige Absichten meiner Arbeit, und deswegen ersuche ich alle, die meinem Werklein so viel Gefallen vergönnen selbes aufzuführen, dass sie so Forte als Piano und vorderst die Zeitmaß-Wörter Adagio, Allegro, Presto, &c. fleißigst beobachten: Denn eine harmonische Ordnung macht die schwächsten Konzepte wenigstens noch andächtig, wenn anders sie nicht so viel Kunst und Feuer haben, dass sie edel gemacht werden können.
Dörf ich auch hierzu meine Gedanken eröffnen, wie ich wünschte, dass sie aufgeführt werden, so wünschte ich es aus erheblichen Gründen so: nämlich in einer mittelmäßig-großen Kirche, jede Stimme von einem starken Sänger, die Violin jedes doppelt, die Viola einfach besetzt: da dann ein starker Kontrabass mit einem kleinen Violoncell Grundsatz genug geben wird. Die Orgel, Clarin, und Pauken ließe ich ruhen: und auf solche Weis wurde das Konzept des Komponisten deutlich verstanden; wo es sonst von der Orgel, Trompeten und Pauken samt dem Text unverständlich gemacht wird.
Dieses sind meine Gedanken, wozu ich aber keinem den Beifall abnötige. Dem, so in großen Kirchen bei vielen Stimmen Orgel und Trompeten mit gefallen, stehen selbe zu Dienste auch schon dazu gesetzt. Nur bitte ich geneigter Gönner der edlen Tonkunst, diesem Werklein so viel Gewogenheit beizupflichten, als es Dir zu gefallen Arbeit enthält.