Zigeunerlieder (Johannes Brahms)

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  • (Posted 2018-09-05)   CPDL #51201:  Network.png
Editor: Jes Wagner (submitted 2018-09-05).   Score information: A4, 47 pages, 11.72 MB   Copyright: CC BY NC SA
Edition notes:

General Information

Title: Zigeunerlieder
Composer: Johannes Brahms
Lyricist: Hugo Conratcreate page

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SecularLied

Language: German
Instruments: Piano

First published: 1888

Description:

  1. He, Zigeuner, greife in die Saiten
  2. Hochgetürmte Rimaflut
  3. Wißt ihr, wann mein Kindchen
  4. Lieber Gott, du weißt
  5. Brauner Bursche führt zum Tanze
  6. Röslein dreie in der Reihe
  7. Kommt dir manchmal in den Sinn
  8. Horch, der Wind klagt in den Zweigen
  9. Weit und breit schaut niemand mich an
  10. Mond verhüllt sein Angesicht
  11. Rote Abendwolken ziehn

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Original text and translations

German.png German text

1. He, Zigeuner, greife in die Saiten ein,
spiel das Lied vom ungetreuen Mägdelein!
Laß die Saiten weinen, klagen, traurig bange,
bis die heiße Thräne netzet diese Wange!

2. Hochgetürmte Rimaflut, wie bist du so trüb,
an dem Ufer klag ich laut nach dir, mein Lieb!
Wellen fliehen, Wellen strömen,
rauschen an den Strand heran zu mir,
an dem Rimaufer laßt mich ewig weinen nach ihr!

3. Schätzelein, du bist mein, inniglich küß ich dich,
dich erschuf der liebe Himmel einzig nur für mich!
Wißt ihr, wann mein Liebster am besten mir gefällt?
Wenn in seinen Armen er mich umschlungen hält.

4. Lieber Gott, du weißt, wie oft bereut ich hab,
daß ich meinem Liebsten einst ein Küßchen gab.
Herz gebot, daß ich ihn küssen muß,
denk so lang ich leb an diesen ersten Kuß.

Lieber Gott, du weißt, wie oft in stiller Nacht
ich in Lust und Leid an meinem Schatz gedacht.
Lieb ist süß, wenn bitter auch die Reu,
armes Herze bleibt, ihm ewig, ewig treu.

5. Brauner Bursche führt zum Tanze sein blauäugig schönes Kind,
schlägt die Sporen keck zusammen, CzardasMelodie beginnt;
küßt und hertz sein süßes Täubchen, dreht sie, führt sie, jauchzt und springt!
Wirft drei blanke Silbergulden auf das Cimbal, daß es klingt.

6. Röslein dreie in der Reihe blühn so rot,
daß der Bursch zum Mädel geht ist kein Verbot!
Lieber Gott, wenn das verboten wär,
ständ die schöne weite Welt schon längst nicht mehr, ledig bleiben Sünde wär!

Schönstes Städtchen in Alföld ist Ketsch kemet,
dort gibt es gar viele Mädchen schmuck und nett!
Freunde, sucht euch dort ein Bräurchen aus,
freit um ihre Hand und gründet euer Haus, Freudenbecher leeret aus!

7. Kommt dir manchmal in den Sinn, mein süßes Lieb,
was du einst mit heilgem Eide mir gelobt?
Täusch mich nicht, verlaß mich nicht, du weißt nicht, wie lieb ich dich hab;
lieb du mich, wie ich dich, dann strömt Gottes Huld auf dich herab.

8. Horch, der Wind klagt in den Zweigen traurig sacht;
süßes Lieb, wir müssen scheiden: gute Nacht!
Ach, wie gern in deinen Armen ruhte ich!
doch die Trennungsstunde naht, Gott schütze dich.

Dunkel ist die Nacht, kein Sternlein spendet Licht;
süßes Lieb, vertrau auf Gott und weine nicht!
Fürth der liebe Gott mich einst zu dir zurück,
bleiben ewig wir vereint in Liebesglück.

9. Weit und breit schaut Niemand mich an,
und wenn sie mich hassen, was liegt mir dran?
Nur mein Schatz soll mich lieben allezeit,
soll mich küssen, umarmen und herzen in Ewigkeit.

Kein Stern blickt in finsterer Nacht;
keine Blum mir strahlt in duftiger Pracht.
Deine Augen sind mir Blumen, Sternenschein,
die mir leuchten so freundlich, die blühen nur mir allein.

10. Mond verhüllt sein Angesicht,
süßes Lieb, ich zürne dir nicht.
Wollt ich zürnend dich betrüben,
sprich, wie könnt ich dich dann lieben?

Heiß für dich mein Herz entbrennt,
keine Zunge dirs bekennt.
Bald in Liebesrausch unsinnig,
bald wie Täubchen sanft und innig.

11. Rote Abendwolken zeihn am Firmament,
sehnsuchtsvoll nach dir, mein Lieb, das Herze brennt;
Himmel strahlt in glühnder Pracht
und ich träum bei Tag und Nacht,
nur allein
von dem süßen Liebchen mein.